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2025 machte Freiheit spürbar

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2025 machte
Freiheit spürbar

Unser Jahresrückblick

2025 machte
Freiheit spürbar

Unser Jahresrückblick

Veränderung beginnt oft leise, in kleinen Dingen. In kleinen Entscheidungen von Menschen, die nicht wegsehen, sondern Verantwortung übernehmen. 2025 waren unsere Unterstützerinnen und Unterstützer Teil genau dieser Bewegung, die Veränderung bewirkt. Gemeinsam haben wir Freiheit spürbar gemacht!

2025 konnten wir zusammen mit Behörden und Partnern mehr als 11'000 Menschen aus Sklaverei und Gewaltsituationen befreien. Dank der Unterstützung vieler engagierter Menschen blicken wir zurück auf weitere wichtige Erfolge. Eckpfeiler der Hoffnung, die zeigen: Schutz vor Gewalt für Millionen weltweit ist möglich!

2025 in Zahlen

11'141 Menschen konnten wir aus Sklaverei und Unterdrückung befreien.

1'101 Straftäter/-innen wurden verurteilt.

295 Betroffene konnten durch die Nachsorge zurückfinden in ein selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft.

über 81'115 Akteure aus dem Justizsystem, Regierungsbehörden, lokalen Gemeinschaften, Kirchen, Medien und Zivilgesellschaft wurden geschult, um Menschen in Armut besser vor Gewalt zu schützen.

1'280 geschulte, ehrenamtliche IJM Botschafterinnen und Botschafter in der Schweiz, Deutschland und Österreich machten auf Sklaverei aufmerksam und mobilisierten Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Vorläufige Zahlen, Auswertung 2025 noch nicht abgeschlossen.

Grenzübergreifend gegen Menschenhandel

Mit der offiziellen Registrierung unseres Projektbüros, weitete IJM im Juni sein Programm gegen Menschenhandel in Europa auf Polen aus. Schätzungen zufolge leben 209'000 Menschen in dem osteuropäischen Land in moderner Sklaverei. In Partnerschaft mit der Nationalpolizei, Grenzschutz, dem Büro der Staatsanwaltschaft und dem Innenministerium ist unser Ziel der Schutz gefährdeter Gruppen in Polen sowie vor dem Krieg in der Ukraine Geflüchteter.

Im November legte der Sonderausschuss gegen Menschenhandel des Senats in Rumänien gemeinsam mit IJM Gesetzesempfehlungen vor, um minderjährige Betroffene besser zu schützen. Fast die Hälfte der Betroffenen von Menschenhandel in Rumänien sind Kinder. Vor Gericht warten sie im Schnitt fast drei Jahre auf Gerechtigkeit – überschattet von Trauma, ohne Antworten. Schnellere rechtliche Prozesse sollen Kindern künftig langjährige Verfahren ersparen, traumainformierte Unterstützung ihren Schutz stärken und Ausbeutung langfristig wirksamer bekämpfen.

Gemeinsam mit der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und der Landespolizei leitete IJM im Oktober eine Trainingssimulation gegen Menschenhandel – ausgerichtet an den realen Bedürfnissen Betroffener. In Nordrhein-Westfalen (Deutschland) kamen dazu über 100 Expert/-innen aus über 20 Ländern zusammen. Gemeinsam trainierten sie den traumasensiblen Umgang mit Betroffenen sowie digitale Ermittlungstechniken und Verfahren für eine grenzüberschreitend vernetzte Zusammenarbeit. (Foto oben)

Kinderschutz in Aktion - weltweit

Im April nahmen wir in Bangladesch mit offizieller Genehmigung der Regierung unsere programmatische Arbeit gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern auf. Die Ermittlungsarbeit unseres wachsenden lokalen Teams sowie Schulungen für hochrangige Polizeibeamt/-innen zeigten bereits Wirkung: In der ersten gemeinsamen Operation mit der Polizei befreite unser Team in Dhaka im Dezember sechs Mädchen und sechs Frauen, die in einem Massagesalon sexuell ausgebeutet wurden.

Mit politischen Impulsen kehrte eine Delegation des EU-Parlaments im Mai von den Philippinen zurück: Die von IJM initiierte Reise machte deutlich, dass auch Europa bei der sexuellen Online-Ausbeutung von Kindern Verantwortung trägt. Der Austausch mit lokalen Justiz- und Strafverfolgungsbehörden, IJM Philippinen und Aktivist/-innen des philippinischen Netzwerks Betroffener, stärkte den Willen der EU-Delegierten, Gesetzeslücken zu schliessen sowie Pflichten für Tech- und Finanzunternehmen zu verschärfen.

Initiiert von IJM stellte die Regierung von Ghana im November vier neue Polizeiboote in Dienst. Künftig werden sie unter anderem auf dem Volta-Stausee für mehr Kontrollen sorgen, Befreiungen ermöglichen und den Schutz von Kindern vor Kinderhandel und Arbeitsausbeutung stärken. Was 2021 als Pilotprojekt mit IJM Ghana begann, wächst somit zu einer staatlich getragenen Lösung heran. Ein wichtiger Schritt hin zu nachhaltigem Schutz.

Gerechtigkeit für Betroffene

Im Februar konnten durch den Einsatz der thailändischen Regierung 260 Menschen aus 19 Ländern aus Online-Scamming-Komplexen in Myanmar befreitwerden. IJM war vor Ort, um Soforthilfe zu leisten und bei den polizeilichen Befragungen zur Opferanerkennung zu unterstützen. Betroffene müssen darin glaubhaft nachweisen, als Opfer von Menschenhandel zum Online-Betrug gezwungen worden zu sein. Andernfalls droht ihnen die strafrechtliche Verfolgung als Täterin oder Täter.

Um Betroffenen von körperlicher oder sexualisierter Gewalt zu Gerechtigkeit zu verhelfen, erweiterte IJM im Juni ein spezielles Begleitprogramm: In Guatemala, El Salvador und Honduras sollen betroffene Frauen und Kinder künftig noch gezielter unterstützt werden – mit Beratung in Rechtsfragen und zur Selbstfürsorge. Speziell geschulte Vertrauenspersonen aus ihren Herkunftsgemeinden schlagen die Brücke zum Rechtssystem und begleiten sie zu Behörden und vor Gericht – um gemeinsam Fälle von Gewalt ans Licht zu bringen.

Im Überblick: Weitere Highlights aus 2025

Zum Internationalen Frauentag am 8. März hielten mehrere reichweitenstarke Persönlichkeiten den Schriftzug „Rechthaberin“ in die Kamera und machten auf Frauenrechte aufmerksam.

Online-Kongress gegen Menschenhandel von Gemeinsam gegen Menschenhandel Schweiz: Kersten Rieder, IJM Senior Referentin Advocacy, gab Einblicke in die Realitäten moderner Sklaverei in Europa und zeigte, wie Organisationen wie IJM zusammen mit Behörden Ausbeutung wirksam bekämpfen.

IJM Schweiz wurde neu als Mitglied bei der Schweizer Plattform für Nachhaltigen Kakao (SWISSCO) aufgenommen, um sich gemeinsam für gerechte und sichere Strukturen im Kakao-Sektor einzusetzen.

Im Oktober wagten 24 Unterstützer/-innen aus der Schweiz, Deutschland und sechs weiteren Ländern mit IJM eine Kilimandscharo-Expedition zum Gipfel Uhuru (Kisuaheli für "Freiheit") und sammelten über CHF 116'000 an Spenden.

True Crime gegen Polizeigewalt: In ihrem preisgekrönten Podcast erzählten Mord auf Ex im November den Fall unseres Kollegen und IJM Anwalts Willi Kimani aus Kenia, der von Polizeibeamten ermordet wurde. Die angeschlossene Spendenaktion erbrachte über CHF 22'000 für den Einsatz gegen Polizeigewalt.

Ehrenamtliche im Einsatz für die Freiheit

Dank Präsenzschulungen und unserem Online-Basiskurs wuchs unsere Ehrenamtlichen-Bewegung 2025 um 47 neue Botschafterinnen und Botschafter. Derzeit engagieren sich Ehrenamtliche in 25 IJM-Gruppen und Campus-Gruppen in der Schweiz, Deutschland und Österreich, um über Sklaverei und Gewalt gegen Menschen in Armut aufzuklären.

Aktionstag #stoppsklaverei: Anlässlich des Europäischen Tags gegen Menschenhandel am 18. Oktober gingen in 10 Städten in der Schweiz und in Deutschland unsere Ehrenamtlichen auf die Strasse. Mit fiktiven 80-Franken-Banknoten – der Preis eines Menschen in Sklaverei – machten sie auf Gewalt und Ausbeutung aufmerksam. Besonders laut wurden unsere Botschafter/-innen an einigen Orten gemeinsam mit lokalen Walk for Freedom-Events.

Wir sind dankbar für so viel Unterstützung. Denn 2025 konnten wir dadurch echte Veränderung voranbringen, um Menschen weltweit vor Sklaverei und Gewalt zu schützen. Eine starke Bewegung, die für Gerechtigkeit brennt – und uns Hoffnung schenkt: Gemeinsam können wir noch mehr erreichen.

Bis alle frei sind!

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