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Über IJM
Hier findest du drei Beispielabläufe für deinen Gottesdienst:
Eine an der Württembergischen Landeskirche orientierte Liturgie und ein frei gestalteter Ablauf und eine dritte Option, falls ihr schön öfter mit uns den Sonntag für Freiheit gefeiert habt. Du kannst den Ablauf als Ganzes oder nur in Teilen übernehmen oder dich einfach davon inspirieren lassen.
1. Musik zum Eingang
2. Lied „Gott ist gegenwärtig“ EG 165
3. Votum
4. Begrüßung
Herzlich willkommen zu diesem besonderen Gottesdienst, den wir im Rahmen des Sonntags für Freiheit feiern möchten. Weltweit sind – heute im 21. Jahrhundert - immer noch fast 50 Millionen Menschen von Sklaverei betroffen. Fast 50 Millionen Menschen, die nicht frei über sich und ihr Leben entscheiden können, sondern gefangen gehalten und zur Arbeit gezwungen werden. Sie fristen ihr Dasein in Fabriken und privaten Haushalten, in den Hinterzimmern von Bordellen oder auf Fischerbooten auf hoher See und sind dabei unsagbarem Leid ausgeliefert.
Und das obwohl Sklaverei weltweit verboten ist! Die christliche Menschenrechtsorganisation International Justice Mission, abgekürzt IJM, hat es sich zur Aufgabe gemacht, diesen Menschen eine Stimme zu geben. Gemeinsam mit den Regierungen der entsprechenden Länder setzt sich IJM seit 1997 weltweit für die Rechte versklavter Menschen ein.
Gemeinsam mit vielen anderen Gemeinden in ganz Deutschland möchten wir heute unseren Gottesdienst diesen Menschen widmen.
Nelson Mandela hat einmal gesagt: „Solange es auf unserer Welt Armut, Ungerechtigkeit und massive Ungleichheit gibt, darf niemand von uns einfach wegschauen.“
Und genau das wollen wir auch nicht tun! Wir wollen nicht wegschauen, auch wenn es vielleicht angenehmer wäre. Stattdessen wollen wir hinschauen, auf die Menschen und ihre Geschichten, die sich hinter moderner Sklaverei verbergen, und auch auf das, was die Bibel zu diesem Thema zu sagen hat.
Ein Beispiel ist Thailand. Thailand ist ein Land, das durch seine Vielfältigkeit Jahr für Jahr tausende von Touristen anzieht. Es ist auch bekannt als das „Land des Lächelns“. Geschichtsträchtige Strände, eindrucksvolle Tempel, Regenwälder, exotische Tiere, paradiesische Inseln und bunte Märkte lassen die Herzen der Urlauber/-innen höher schlagen. Doch hinter all dieser Schönheit versteckt sich eine unschöne Realität. Weit über eine halbe Millionen Menschen in Thailand leben in Sklaverei. Insbesondere betroffen ist die große Fischereiindustrie, in der viele Menschen als Arbeitssklaven gefangen gehalten werden.
2017 eröffnete das IJM Büro in Bangkok, um mit Behörden und lokalen Partnern Arbeitssklaverei im Fischerei-Sektor effektiv zu bekämpfen. Um Wanderarbeiter/-innen zu helfen, die aus Nachbarländern verschleppt wurden, eröffnete IJM 2019 ein weiteres Büro in Myanmar. Hier soll Betroffenen auch abseits der Fischerei geholfen werden. Wir sehen immer wieder, dass Gott Türen öffnet, um Menschen in Armut zu schützen!
5. Eingangsgebet
Lieber Vater im Himmel, wir danken dir für diesen Sonntag, an dem wir gemeinsam Gottesdienst feiern dürfen. Ein Tag, an dem wir frei haben und die Zeit mit unseren Familien und Freunden und in deiner Gegenwart genießen dürfen. Den Gottesdienst heute möchten wir Menschen widmen, die von moderner Sklaverei und Menschenhandel betroffen sind. Wir bitten dich, dass du uns die Kraft gibst, uns der Schwere ihres Leides zu stellen. Öffne unsere Herzen für ihr Schicksal und berühre unser Inneres. Vor allem aber bitten wir dich, dass du uns Vertrauen und Hoffnung gibst. Das Vertrauen in deine Liebe, die allen Menschen gilt und die Hoffnung, dass du ein Gott bist, der auch heute noch in das Geschehen auf dieser Erde eingreift und Befreiung, Veränderung und neues Leben schenkt.
6. Stilles Gebet
7. Lied z.B. „Da wohnt ein Sehnen tief in uns“ NL 116
8. Psalm
In Psalm 57 erlebt der Beter Gewalt und Angst durch andere Menschen und fleht zu Gott um Schutz. Immer wieder berichten Menschen, die versklavt waren – besonders Kinder – dass sie in ihrer Angst zu Gott um Hilfe gebetet haben. Gott sieht jeden einzelnen versklavten Menschen und möchte retten! Stellvertretend für die Menschen in Sklaverei beten wir
Verse aus Psalm 57:
Sei mir gnädig, Gott, sei mir gnädig! Denn auf dich traut meine Seele, und unter dem Schatten deiner Flügel habe ich Zuflucht, bis das Unglück vorübergehe. Ich rufe zu Gott, dem Allerhöchsten, zu Gott, der meine Sache zum guten Ende führt. Er sende vom Himmel und helfe mir, Gott sende seine Güte und Treue. Verzehrende Flammen sind die Menschen und ihre Zungen scharfe Schwerter. Erhebe dich, Gott, über den Himmel und deine Herrlichkeit über alle Welt! Sie haben meinen Schritten ein Netz gestellt und meine Seele gebeugt, Sie haben vor mir eine Grube gegraben – und fallen doch selbst hinein. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, dass ich singe und lobe.
9. Lied „Ehr’ sei dem Vater“ EG 177.1
10. Schriftlesung Matthäus 25,31-46 oder Amos 8,4-6
11. Lied „Da berühren sich Himmel und Erde"
12. Predigt
13. Lied „Gib Frieden, Herr, gib Frieden“ EG 430
14. Fürbitte & Vater Unser
Vater im Himmel, Gerechtigkeit gehört zu deinem Wesen! Du siehst die Ungerechtigkeit auf dieser Welt, du hörst die Schreie der Unterdrückten. Wir bitten dich, lass auch uns Christen in der westlichen Welt diesen Schrei der Ungerechtigkeit nicht überhören. Berühre unsere Herzen und gib uns den Mut und die Kraft, uns gegen dieses weltweite Unrecht von Sklaverei und Menschenhandel einzusetzen. Mach uns nicht nur zu Hörern, sondern zu Tätern deines Wortes!
Jesus Christus, du hast selbst Verrat und grausames Leid erlebt. Wir bitten dich für all die Menschen, die unter Gewalt, Folter und Ausbeutung leiden. Sei ihnen nahe und schütze sie. Wir bitten dich, begegne jedem Einzelnen mit deiner Kraft, deinem Trost und deinem Frieden. Gib den Menschen Hoffnung auf Veränderung und die Kraft durchzuhalten bis Rettung kommt. Auch die Menschen, die bereits aus Sklaverei befreit wurden, befehlen wir deiner Fürsorge an. Stelle du ihre Würde wieder her. Schenke du ihnen Heilung, Zukunft und ein neues Leben.
Heiliger Geist, du wirkst auch heute noch auf dieser Erde und führst die Menschen in die Wahrheit. Wir bitten Dich für all die Menschen, die Macht haben, gegen Unrecht und Gewalt vorzugehen; für die Verantwortlichen in Weltpolitik und Weltwirtschaft. Lass sie nicht wegschauen, sondern Stellung beziehen gegen Ungerechtigkeit und Missstände. Segne Regierungsbeamte, Polizisten und Juristen, sodass sie ihre Position nicht missbrauchen, sondern die Armen ihres Landes schützen. Gib ihnen die Ausdauer, konsequent gegen Ungerechtigkeit zu kämpfen, auch wenn der Kampf manchmal aussichtslos erscheint.
Wir beten gemeinsam mit den Worten, die Jesus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.
15. Bekanntmachungen mit Aufruf zur Kollekte für IJM
16. Lied „When Israel was in Egypt’s land“ EG 603
17. Segen
18. Musik zum Ausgang
1. Begrüßung
Ich begrüße Sie/Euch zu unserem heutigen Gottesdienst. Wir feiern ihn als "Sonntag für Freiheit". Weltweit feiern ihn tausende andere Kirchen und Gemeinden an unterschiedlichen Sonntagen im Jahr und wir sind so eingebettet in einen großen Kontext an christlichen Gemeinschaften, die als Christen und Christinnen für Freiheit und Gerechtigkeit einstehen wollen. Im Fokus stehen dabei Menschen in Sklaverei. Laut dem Global Slavery Index sind fast 50 Millionen Menschen auf dieser Welt von Sklaverei betroffen. Sie werden jeglicher Freiheit beraubt, misshandelt und ausgebeutet.
Thailand ist ein Land, das durch seine Vielfältigkeit Jahr für Jahr tausende von Touristen anzieht. Es ist auch bekannt als das „Land des Lächelns“. Geschichtsträchtige Strände, eindrucksvolle Tempel, Regenwälder, exotische Tiere, paradiesische Inseln und bunte Märkte lassen die Herzen der Urlauber/-innen höher schlagen. Doch hinter all dieser Schönheit versteckt sich eine unschöne Realität. Weit über eine halbe Millionen Menschen in Thailand leben in Sklaverei. Insbesondere betroffen ist die große Fischereiindustrie, in der viele Menschen als Arbeitssklaven gefangen gehalten werden. 2017 eröffnete das IJM Büro in Bangkok, um mit Behörden und lokalen Partnern Arbeitssklaverei im Fischerei-Sektor effektiv zu bekämpfen. Um Wanderarbeiter/-innen zu helfen, die aus Nachbarländern verschleppt wurden, eröffnete IJM 2019 ein weiteres Büro in Myanmar. Hier soll Betroffenen auch abseits der Fischerei geholfen werden. Wir sehen immer wieder, dass Gott Türen öffnet, um die Menschen in Sklaverei zu schützen!
Ich möchte mit einem Text beginnen, um uns auf dieses Thema besser einzustimmen.
Sie können diesen Text selbst lesen oder auch optional mit Video einspielen. Das besondere an diesem Text ist, dass er rückwärts gelesen eine völlig andere Aussage transportiert. Ein tolles Überraschungsmoment in Ihrem Gottesdienst.
VIDEO ANSCHAUEN UND HERUNTERLADEN
Ich kann einen Unterschied machen. Nein. Die Wahrheit ist, dass mein Handeln nichts bewirkt. Ich weigere mich zu glauben, dass die Welt gerechter werden kann, dass mein Konsum und mein Handeln Einfluss haben, dass ich etwas verändern kann. Die Wahrheit ist aber, dass alles nur halb so schlimm ist. Ich glaube nicht, dass Kinder tausendfach von ihren Eltern verkauft werden, dass Menschen heute noch zur Arbeit gezwungen werden, dass Frauen von ihren Grundstücken vertrieben werden. Die Realität ist schlichtweg, dass das alles Einzelfälle sind, dass Sklaverei abgeschafft und Vergangenheit ist. Es wäre eine Lüge, würde ich sagen: Sklaverei existiert noch immer
ABER
Sklaverei existiert noch immer. Es wäre eine Lüge, würde ich sagen: dass Sklaverei abgeschafft und Vergangenheit ist, dass das alles Einzelfälle sind.
Die Realität ist schlichtweg, dass Frauen von ihren Grundstücken vertrieben werden, dass Menschen heute noch zur Arbeit gezwungen werden, dass Kinder tausendfach von ihren Eltern verkauft werden. Ich glaube nicht, dass alles nur halb so schlimm ist. Die Wahrheit ist aber, dass ich etwas verändern kann, dass mein Konsum und mein Handeln Einfluss haben, dass die Welt gerechter werden kann. Ich weigere mich zu glauben, dass mein Handeln nichts bewirkt. Nein. Die Wahrheit ist: Ich kann einen Unterschied machen.
Die Befreiungsgeschichte der Menschen, die Gott in Ägypten mit seinem Volk Israel begonnen hat, ist noch nicht zu Ende. So wie er später Jesus in die Welt sendet, um Armen die frohe Botschaft zu verkünden, dass sie frei sein sollen (Lk. 4), so sendet er uns heute in die Welt, Menschen aus Zwangsarbeit und gewaltsamer Unterdrückung zu befreien (Joh. 20).Wir dürfen teilhaben an Gottes Wirken in dieser Welt. Und wir dürfen dazu beitragen, dass ein Leben in Freiheit für immer mehr Menschen zur Realität wird. Wie das aussehen kann, wollen wir gemeinsam im Laufe des Gottesdienstes herausfinden.
Wir feiern diesen Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
2. Gebet
Vater im Himmel, wir danken dir für die Freiheit, in der wir leben können, und die Möglichkeiten, die damit verbunden sind. Wir bitten dich, dass du uns erfüllst mit deinem Geist, dass wir dich und dein Wesen immer mehr erkennen dürfen und dass du zu uns redest und uns zeigst, wie wir an deinem Auftrag teilhaben können. Amen.
3. Lied „Komm, Heilger Geist mit deiner Kraft“ oder „Atem Gottes“
4. Interaktive Übung mit den Gottesdienstbesucher/-innen
Bietet sich bis zu einer Gruppengröße von ca. 50–60 Personen und entsprechenden räumlichen Möglichkeiten an.
Für die folgende Übung bitte ich Sie, aufzustehen und zu den verschiedenen Orten hier im Gemeinderaum zu gehen, an denen Bibelverse, gedruckt auf weißen A4-Blättern, hängen. Lesen Sie sich die Verse durch und gehen Sie am Ende zu dem Vers zurück, der Sie (aus egal welchem Grund) besonders bewegt hat. Kommen Sie anschließend mit denen, die sich am selben Ort befinden wie Sie, in Kleingruppen von 2–3 Leuten ins Gespräch. Tauschen Sie sich über die eigenen Gedanken aus. Formulieren Sie, welche Aspekte Sie besonders ansprechen und warum.
Alternativ: Textlesung
5. Lied „Gerecht leben"
6. Videos/Texte zum Nacherzählen von Geschichten
Um den Gottesdienstbesucher/-innen das Thema Menschenhandel und Sklaverei näher zu bringen und persönlicher zu machen, laden wir Sie ein, das folgende Video von IJM zu zeigen, in dem Daniel Rentschler, ehemaliger Leiter der Gemeinde- und Bildungsarbeit bei IJM Deutschland, Ihnen einen kurzen Einblick in die Problematik der Sklaverei gibt und den Lösungsansatz von IJM aufzeigt.
VIDEO ANSCHAUEN UND HERUNTERLADEN
Alternativ: Um das Thema Sklaverei greifbarer zu machen, eignen sich Geschichten von Menschen, die Sklaverei erlebt haben und heute frei sind. Folgende Geschichten können als Video gezeigt werden:
Ron - Gefangen in Zwangsarbeit auf hoher See in Thailand:
VIDEO ANSCHAUEN UND HERUNTERLADEN
Sollten Sie keine Möglichkeit haben, ein Video zu zeigen, können Sie die Geschichte einfach nacherzählen. (Anhang)
7. Lied „Gerechter Gott“ oder „Grenzenlos“
8. Predigt
9. Instrumentalmusik zum Nachsinnen der Predigt „Gerecht leben“(als Wiederholung, jedoch nur instrumental)
10. Kollekte
Während der Kollekte kann das Lied „We are one in the spirit“ gesungen werden – auch auf Deutsch möglich.
Menschen aus Sklaverei zu befreien, sie für ein Leben in Freiheit zu stärken und den Rechtsschutz für Arme zu festigen, verlangt den Einsatz von Zeit, Personal und Geld. Die Kollekte dient dazu, die Arbeit von IJM zu unterstützen. Natürlich sind Sie auch herzlich dazu eingeladen, regelmäßig einen monatlichen Beitrag für diese Arbeit zu geben. Jeder einzelne Betrag verändert und macht einen Unterschied. Vielen Dank für alles, was Sie geben.
12. Fürbitten
13. Lied „Diese Stadt“ oder „Da berühren sich Himmel und Erde"
14. Ansagen
Falls Sie für Ihre Gemeinde Infoflyer und Anmeldekarten zum Gebetsrundbrief bestellt haben.
Der Gottesdienst heute hat deutlich gemacht, dass Gerechtigkeit und Liebe für unterdrückte Menschen ein zentrales Anliegen Gottes ist. Er wünscht sich nicht nur für Einzelne ein Leben in Freiheit, sondern für die fast 50 Millionen Menschen, die unter Sklaverei und Menschenhandel leiden. Wir sollen und dürfen an der Umsetzung dieser Vision teilhaben und aktiv werden.
In diesem Zusammenhang möchte ich auf den Infoflyer von IJM hinweisen, den Sie am Ausgang/an Ihren Plätzen finden.
Nehmen Sie diese gerne nach Hause mit, um mehr über IJM zu erfahren oder geben Sie ihn weiter. Besonders möchte ich auf den Gebetsrundbrief von IJM aufmerksam machen, den Sie über die ausliegende Anmeldekarte am Ausgang/auf Ihren Plätzen oder online abonnieren können. Dieser erscheint alle drei Monate und informiert per E-Mail über konkrete Anliegen aus der weltweiten Arbeit von IJM. Dies ist ein Weg, wie wir als Christen zu Hause oder zusammen in der Gemeinde für die Unterdrückten dieser Welt einstehen können. Vielen Dank für Ihr Mittragen und Beten!
15. Segen
Der Herr segne dich.
Er erfülle deine Füße mit Tanz und deine Arme mit Kraft.
Er erfülle dein Herz mit Zärtlichkeit und deine Augen mit Lachen.
Er erfülle deine Ohren mit Musik und deine Nase mit Wohlgerüchen.
Er erfülle deinen Mund mit Jubel und dein Herz mit Freude.
Er schenke dir immer neu die Gnade der Wüste: Stille, frisches Wasser und neue Hoffnung.
Er gebe uns allen immer neu die Kraft, der Hoffnung ein Gesicht zu geben.
Es segne dich der Herr.
Afrikanischer Segen
Folgender Vorschlag für einen Gottesdienst-Ablauf richtet sich an all jene Gemeinden, die bereits einen oder mehrere Sonntage für Freiheit durchgeführt haben und somit schon mit dem Thema der Sklaverei als auch mit IJM als Organisation vertraut sind.
Wir freuen uns sehr, dass Sie immer noch bzw. wieder mit uns unterwegs sind und auch dieses Jahr wieder auf IJM und unseren Einsatz für mehr Gerechtigkeit in unserer Welt aufmerksam machen möchten.
Der Gottesdienst soll Ihr bisheriges Engagement feiern und würdigen, sowie aktuelle Entwicklungen aufgreifen und für die Zukunft motivieren.
1. Begrüßung
Millionen Menschen befreien, eine halbe Milliarde Menschen schützen und Rechtssysteme stärken, um Sklaverei zu beenden und Gewalt gegen Menschen in Armut nachhaltig zu bekämpfen.
Mit dieser Vision 2030 der International Justice Mission (kurz: IJM) möchte ich euch heute herzlich zu unserem 2./3./4. Sonntag für Freiheit begrüßen.
Sklaverei und Gewalt. Was denkst du bei diesen Worten? Was weißt du darüber? „Uh, da war ja was, letztes Jahr!“ oder „Sklaverei? Wie bitte?“ oder vielleicht auch „Ein großes Ziel, aber toll, dass IJM daran arbeitet und ich das immer wieder miterleben darf.“ Egal wo du stehst, heute erinnern wir uns gemeinsam an dieses entsetzliche Unrecht in unserer Welt und schauen auch darauf, was wir dagegen tun können.
Es ist jedenfalls eine gewaltige Vision. Denn heutzutage leben fast 50 Millionen Menschen in moderner Sklaverei. 54% sind weiblich und insgesamt ein Viertel der 50 Millionen sind Kinder.[1]
[1]
https://www.ilo.org/global/topics...
Aber: wo Schatten ist, da ist auch Licht und Hoffnung. Nicht zuletzt, weil wir unseren Gott kennen und wissen, wie sehr er sich nach Freiheit und Gerechtigkeit sehnt und für sie einsetzt. Ich möchte ihn also gerne im gemeinsamen Gebet begrüßen.
2. Gebet
Himmlischer Vater,
wir danken dir von Herzen, heute Gottesdienst feiern zu können. Wir danken dir besonders, beim heutigen Sonntag für Freiheit die Zeit und den Raum zu haben, um unseren Blick auf das bestehende Unrecht in unserer Welt und auf das, was wir dagegen unternehmen können, richten zu können. Das ist unschön und tut weh. Aber es ist so wichtig. Wir danken dir, dass du ein Gott der Befreiung bist und dass du jeden Menschen gleichermaßen liebst und Würde schenkst. Danke, dass du in den vergangenen Jahren schon so viele Herzen zum Kampf für Freiheit bewegt hast. Seien es die vielen Mitarbeitenden von IJM, die sich in Deutschland und in vielen Ländern vor Ort einsetzen. Seien es Ehrenamtliche auf unseren Straßen. Oder seien es deine Kinder hier und heute, denen du deinen Wunsch nach Freiheit aufs Herz gelegt hast. Wir bitten Dich, dass die vielen unterdrückten Menschen heute deine Liebe und deine Hoffnung erleben. Wir bitten dich, dass wir heute Teil dieser Hoffnung werden können und beten, dass dieser Sonntag für Freiheit in den vielen Gemeinden weltweit ein Startschuss oder weitere Motivation wird. Für mehr Gerechtigkeit und für mehr Freiheit.
Amen.
3. Überleitung/Video
Es gibt also Licht und Hoffnung. Das wollen wir heute feiern. Um uns aber nochmal ein wenig in das Thema und die Arbeit von IJM reinzunehmen, habe ich heute ein kurzes Video mitgebracht. Alternativ kann die Geschichte auch erzählt werden. Ausführlich ist sie hier nachzulesen:
Thaiyamma: Der Mut einer Mutter
Thaiyamma war mutig! Sehr mutig! Sie lebt heute mit ihrer Familie in Freiheit. Wir ihr, so konnte IJM auch tausenden anderen Menschen im vergangenen Jahr helfen.
Schauen wir einmal auf ein paar ermutigende Zahlen, die seit der Gründung von IJM erreicht wurden:
Das sind zwar noch keine Millionen, aber es ist schon ein immenser Teilerfolg. Weil jedes einzelne Schicksal zählt. Diese Zahlen lassen und daran glauben, dass weitere Erfolge kommen werden. Das möchten wir mit dem ersten Lied des heutigen Tages deklarieren.
4. Lied (See a Victory
– Elevation Worship)
5. Aktivität
Verteilen Sie im Vorfeld verschiedene Plakate im Saal mit folgenden Überschriften zu Ihrem Weg mit IJM im vergangenen Jahr. Geben Sie ruhig 10-15 Minuten Zeit, damit auch Austausch stattfinden kann und man die Möglichkeit hat, zu verschiedenen Plakaten zu gehen.
Die Plakate unbedingt aufheben und für die weitere Jahresplanung nutzen.
6. Predigt
7. Stille Zeit (Hintergrundmusik)
8. Worship & Anbetung
Die meisten Liedtexte beziehen sich natürlich sehr auf uns individuell. Aber wir können diese Lieder sicherlich auch als Gebet singen für die von Sklaverei betroffenen Menschen, dass sie befreit werden und Gerechtigkeit erleben.
9. Abendmahl
Auch heute möchten wir zusammen das Abendmahl feiern. Es erinnert uns an Jesu Tat am Kreuz. An seine Verurteilung, seine Leiden, seinen Tod und seine Auferstehung. Primär dürfen wir uns dabei an den neuen Bund erinnern, den er dadurch mit seinem Blut besiegelt hat. Unsere Sünden sind vergeben! Wir sind frei, alleine auf Grundlage unseres Glaubens an ihn und durch die Liebe und Vergebung unseres Herrn!
Aber das Abendmahl erinnert auch an einen zweiten Aspekt: Jesus kennt Leid, Schmerz, Verachtung und Gewalt. Er hat es am eigenen Leib, den wir gleich symbolisch zu uns nehmen, erfahren.
Das heißt für unseren heutigen Gottesdienst ganz konkret: wir feiern, dass Gott bei den vielen versklavten Menschen ist. Dass er ihre Leiden und Schmerzen kennt. Dass er sie gerade deshalb trösten und heilen kann.
Gott sieht auch die Täter und Täterinnen, sieht die Ausbeutung und uns, die wir davon profitieren. Jesu Leib zu uns zu nehmen, bedeutet auch die Freiheit, nach Umkehr und Vergebung zu suchen, wo Gott uns im Leid anderer begegnet.
Einsetzungsworte nach Wahl vorlesen.
10. Lied (Wie schön dieser Name ist – Hillsong Cover (What a beautiful name it is)) - Nach Wunsch als Vortragslied schon während des Abendmahls beginnen.
11. Call to Action
Wir möchte gerne heute aktiv werden. Es ist gut, dass wir uns mit diesem Gottesdienst an die Schicksale der betroffenen Menschen erinnert haben und auch schon auf den Plakaten neue Ideen sammeln konnten für die Zukunft.
Jetzt können wir aber ganz einfach mehrere Dinge tun:
12. Verabschiedung, Ansagen & Segen
Jesu Mut beflügele unser Reden.
Gottes Geist stärke unsere Gemeinschaft.
Das Reich Gottes wachse mitten unter uns.
Es segne und begleite uns der dreieinige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.